PASSAGEN 2017

1.KUNSTTRANSPORT

12.Mai 2017

Museum der Moderne RUPERTINUM Salzburg

Kunstschenkung, Rupertinum 12h

Transport durch Salzburg

Ankunft Salzburg Hbf 11h

BAHNSTEIG 6/Sektion D/Hbf Linz, 9:48h

Strassenbahnfahrt zu Hbf Linz, 9:15h

Prunerstraße Linz, 9h
  

 

 

 

 

PASSAGEN 2017

EIN PERFORMATIVER KUNSTTRANSPORT

 

1. Kunsttransport: 12. Mai 2017

-> 9h Atelier Prunerstraße 10

-> 9:48h Abfahrt Hbf Linz 

-> 10:52h Ankunft Hbf Salzburg 

-> 12h Offizielle Übergabe des Kunstobjektes Museum der Moderne RUPERTINUM

Als Künstlerinnenkollektiv agieren die freundinnen der kunst vor allem in Linz und Oberösterreich. In diesem Jahr wollen sie ihren Handlungsspielraum erweitern: sie brechen auf zu Kunstreisen, PASSAGEN, in denen sie sich, ganz ihrem bisherigen künstlerischen Konzept folgend, selbst inszenieren. Sie sind zugleich Protagonistinnen wie auch Projektionsfläche und machen ihre Reise so zu einer Kunstaktion.

Zentraler und programmatischer Teil der Arbeit ist die Reise und der Transport des 6teiligen Kunstobjekts DASEIN. Diese schweren und sperrigen 2 m großen Buchstaben aus Holz werden an verschiedene Orte in Österreich verteilt. Jeweils ein Buchstabe des Objektes wird an sechs ausgewählte Kunsthäuser (Salzburg, Wien, Innsbruck, Bregenz, Graz und Linz) als Kunstschenkung übergeben.

PASSAGEN deutet auf physikalische wie auch symbolische Übergangsprozesse hin, beide bezogen auf Künstlerinnen und Kunstwerk. Bewegung aber auch Grenzüberschreitung in der künstlerischen Praxis des Kollektives werden thematisiert.

Die freundinnen der kunst schleppen schweres Gepäck, sie mühen sich ab. Gereist wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So nebenbei (en passent) loten sie in PASSAGEN die Möglichkeiten aus, im öffentlichen Raum unkonventionell und unangepasst zu agieren.

Mit Ablauf und Inszenierung hinterfragen die freundinnen der kunstnicht nur die Spielregeln der Kunst und die Motivationen, die die unterschiedlichen Akteure und Akteurinnen des Kunstbetriebs antreiben, sondern auch deren wechselseitige Beziehungen.

2. Kunsttransport am 8. Juni 2017 nach Wien

 

 

 

 

‚I can work with you because I can speak for myself.‘ Maria Galindo (bolivianische Aktivistin)

Kollektive und Kooperationen in der Kunst sind nichts Neues. Seit den 1960er Jahren gibt es verschiedenste Beispiele von dauerhaften oder temporären Gruppen, die ausgehend von gesellschaftspolitischen Utopien eine gemeinsame Idee verfolgten. Die zeitgenössischen kollaborativen Ansätze, Methoden und Umsetzungen sind sicher andere als damals. Was KünstlerInnen heute verbindet, jenseits des Zugangs zu bestimmten Netzwerken, ist eine gemeinsame, meist selbst entworfene Praxis. Diese gemeinsame Praxis beschäftigt die freundinnen der kunst bereits seit 14 Jahren. Über diesen langen Zeitraum wurden klare „Spielregeln“ für das Zusammenwirken in der Gruppe definiert. Nun, in diesem beginnenden 15. Jahr wollen wir das bestehende Kollektiv erweitern, um neue Formen der Kollaborationen auszutesten. So wird es zu den verschiedenen Projekten in diesem Jahr immer neue, temporäre Mitglieder der freundinnen der kunst geben. Neue freundinnen der kunst, die für einen bestimmten Zeitraum Teil der Gruppe werden. Für die Dauer der Zusammenarbeit gibt es neue Ordnungen und eine neue Dramaturgie der Konzeption durch die Erweiterung des Kollektivs.

„… kollaborative Praktiken lösen sich von der Prämisse der Gleichheit der Beteiligten. Sie zeichnen sich durch die Singularität der einzelnen Involvierten aus, die beisammen in heterogenen Sprachen artikulieren können,  was keinem Wir der Gruppe untergeordnet oder auf ein solches angewiesen ist. In einer solchen Szenerie des Zwischen-uns können Wissensformen, Fähigkeiten, Affekte und Imaginationen (mit)geteilt und zu neuen sinnlichen Gebilden und Praktiken verstrickt werden.“ Martina Ruhsam / Choreographin, Performerin und Autorin – in Zeitschrift der IG Bildende Kunst 2012 (Jenseits von Konsens, Gleichheit und Utopie: Neue Formen der Kollaboration)

 

 

 

Atelier der freundinnen der kunst – Prunerstrasse 10 – Linz