Its very important, that from now on we don’t make any mistake!

Die freundinnen der kunst beim Linzer Kunst- und Designsalon im Oberösterreichischen Landesmuseum am 14. September 2018 ab 19:30h.

Das Stiegenhaus der Landesgalerie bildet den Rahmen für die Intervention der freundinnen der kunst zur Eröffnung des Linzer Kunstsalons. Das Künstlerinnenkollektiv gibt Einblick in seine spezielle, performative Arbeitsweise und nutzt gleichzeitig die Gelegenheit, das Museum als Handlungsort in seine aktuelle Arbeit aufzunehmen. Mit Pelzmänteln bekleidet entwickeln die Künstlerinnen ein weiteres Bild für die zwölfteilige inszenierte Fotoserie, von denen drei ausgewählte Arbeiten in der Landesgalerie präsentiert werden.

 

Kulturland retten!

 

‚I can work with you because I can speak for myself.‘ Maria Galindo (bolivianische Aktivistin)

Kollektive und Kooperationen in der Kunst sind nichts Neues. Seit den 1960er Jahren gibt es verschiedenste Beispiele von dauerhaften oder temporären Gruppen, die ausgehend von gesellschaftspolitischen Utopien eine gemeinsame Idee verfolgten. Die zeitgenössischen kollaborativen Ansätze, Methoden und Umsetzungen sind sicher andere als damals. Was KünstlerInnen heute verbindet, jenseits des Zugangs zu bestimmten Netzwerken, ist eine gemeinsame, meist selbst entworfene Praxis. Diese gemeinsame Praxis beschäftigt die freundinnen der kunst bereits seit ihrem Bestehen. Über diesen langen Zeitraum wurden klare „Spielregeln“ für das Zusammenwirken in der Gruppe definiert. Immer wieder wird das bestehende Kollektiv temporär erweitert, um neue Formen der Kollaboration auszutesten. Neue freundinnen der kunst werden für einen bestimmten Zeitraum Teil der Gruppe. Für die Dauer der Zusammenarbeit gibt es neue Ordnungen und eine neue Dramaturgie der Konzeption durch die Erweiterung des Kollektivs.

„… kollaborative Praktiken lösen sich von der Prämisse der Gleichheit der Beteiligten. Sie zeichnen sich durch die Singularität der einzelnen Involvierten aus, die beisammen in heterogenen Sprachen artikulieren können,  was keinem Wir der Gruppe untergeordnet oder auf ein solches angewiesen ist. In einer solchen Szenerie des Zwischen-uns können Wissensformen, Fähigkeiten, Affekte und Imaginationen (mit)geteilt und zu neuen sinnlichen Gebilden und Praktiken verstrickt werden.“ Martina Ruhsam / Choreographin, Performerin und Autorin – in Zeitschrift der IG Bildende Kunst 2012 (Jenseits von Konsens, Gleichheit und Utopie: Neue Formen der Kollaboration)

 

 

 

Atelier der freundinnen der kunst – Prunerstrasse 10 – Linz